Not lehrt (nicht) beten

Heuft, Gereon
Not lehrt (nicht) beten
Repräsentative Studie zu religiösen Einstellungen
in der Allgemeinbevölkerung und von Patienten
der psychosomatisch-psychotherapeutischen Ambulanz
eines Universitätsklinikums
Reihe Studien zur praktischen Theologie
Bandnummer 1
Auflage 1. Auflage
Umfang 308 Seiten
Einband kartoniert
Erscheinungstermin 15.12.16
Bestell-Nr. 15182
ISBN 978-3-402-15182-2
Preis 48,00 €

Weitere Informationen

Die hier vorgelegte Studie will die Säkularisierungsdebatte um die Perspektive der intrapsychischen Realität der Menschen im Hinblick auf ihre religiösen Einstellungen erweitern. Dazu wurden alle Patienten des Jahres 2013 der psychosomatisch-psychotherapeutische Ambulanz eines Universitätsklinikums befragt und verglichen mit einer bundesweiten repräsentativen Stichprobe des gleichen Jahres.

Die Haupthypothese lautet: zeigen körperlich Erkrankte oder/und unter einer psychischen bzw. psychosomatischen Erkrankung leidende Patienten, die also alle „in Not“ sind, eine stärkere „Gläubigkeit“, eine vertiefte „Spiritualität“ und eine während der Erkrankungszeit zunehmende religiöse Praxis? Lehrt also Not beten? Überraschender Weise wird nur bejahen, dass religiöse Fragen eine stärkere Rolle spielen mögen. Not lehrt insofern eher „suchen“, aber wohin richtet sich diese Suche? - Der Leser findet darüber hinaus eine Fülle anregender Einzelergebnisse.

Der empirisch-deskriptive Forschungsansatz wird ergänzt durch eine Diskussion des Stellenwertes des – psychodynamisch verstandenen - Selbst-Bildes. Das hier entwickelte Konzept der Selbstoptimierung könnte das Potenzial haben, religionssoziologische Ansätze um eine intrapsychische Perspektive zu erweitern.

Wenn die Praktische Theologie ein Sensorium für die zunächst noch individuell daher kommende intrapsychische „Not“ entwickeln könnte, würde sie ahnen, wie dringend Antwortversuche sind, damit sich dieser noch als persönliche Spannung erlebte Druck auf Grund seiner Unerträglichkeit nicht auf Dauer in malignen gesellschaftlichen Reaktionen entlädt.

Über den Autor

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. theol. Gereon Heuft ist Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie sowie Psychoanalytiker. Er ist Lehrstuhlinhaber für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) und leitet dort die gleichnamige Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie einschließlich einer umfangreichen Ambulanz, einer Trauma-Ambulanz nach dem Opfer-Entschädigungsgesetz (OEG) sowie den psychosomatisch-psychotherapeutischen Konsiliardienst am Universitätsklinikum.
Gereon Heuft ist seit 2008 ständiger Diakon mit Zivilberuf des Bistums Münster und legt mit diesem Werk nach dem Studium der Dipl.-Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Kapuziner in Münster seine theologische Dissertationsschrift vor.
Er ist Mitglied zahlreicher Fachgesellschaft und gesundheitspolitischer Gremien, gewähltes Kammermitglied der Ärztekammer Westfalen-Lippe und dort Mitglied der Ethik-Kommission.

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